Lokalpatriot. Euphorisch. Bergisch.
Freitag, 9. Januar 2009 | Autor: -christian
Nänänä, ich muss mal ‘ne Lanze brechen. *knacks* Stefan schreibt in seinem Artikel “Projekt 52: Deine Stadt” über das Tal der Wupper. Und das Wupperblog greift es auf und da kann ich dann auch nicht anders, nachdem der Frank auch ein paar Bilder beigesteuert hat. Und ich muss einfach mal ein wenig gegensteuern – einer muss ja den Verbrähmten geben.
Und um im Kontext zu bleiben: Ich mag diese Stadt. Ich mag ihre schönen Seiten und ich mag die Gegensätzlichkeit, die Wuppertal besitzt. Die schäbigen Ecken. Den teilweise morbiden Charme. Keine Schönheit. Keine gefällige Stadt. Kein durchgeplantes, glattes Städtchen. Wie denn auch? Ein Chemiewerk aus historischen Gründen mitten in der Stadt. Viel Industrie mitten in der Stadt. Wupper zugebaut und überbaut. Klar, Schindluder wurde getrieben mit der Stadt, in den 50gern, in den 60gern und auch noch heute. Aber ihr aus diesem Grund das Prädikat “nicht lohnenswert” zu geben, halte ich für völligen Quatsch. Und genau hier wird imho auch der Fehler gemacht. Wuppertal fehlt es nicht an Möglichkeiten. Wuppertal fehlt es nicht an Lebensqualität. Wuppertal fehlt es nicht an Naherholungsgebieten. Wuppertal fehlt es schlicht und einfach an Stadtmarketing!
Was man damit erreichen kann, sieht man hier auf dem Ölberg. Da wird zwischengenutzt, kommuniziert, gedruckt, gemarktet, gekünstlert, ausgestellt, gefeiert, gelebt, gegessen, getrunken und gelacht. Und es wird vor allen Dingen eines: Ausgesprochen und weiterverbreitet. Von den Leuten auf dem Berg. Private Initiative. Und die Initiative der hier ansässigen Geschäfte, Unternehmen und Künstler. Und schon ist der Ölberg in aller Munde – und zwar positiv, und nicht, wie vor noch 25 Jahren, negativ behaftet.
Das fehlt Wuppertal. Der Universitätsstadt. Der Stadt der Bühne. Der Dichter. Der großen Namen. Der Industriekultur. Der Galerien und Austellungen. Der Kunst. Der Restaurants und Kneipen. Der grünen Hügel. Der Wälder und Wiesen.
Und bevor es nun heisst: Ja, aber die Bausünden… Ja, aber der Döppersberg. Meine Damen und Herren, klar ist das Mist. Schäbige Ecken gibt es überall. Auch hier. Gerade hier. Weil eben nur wenige was dran ändern wollen. Insofern schließt sich der Kreis zu Stefans Beitrag. Mund aufmachen. Ist wichtig.
Tags » ölberg, tal « | 6 Kommentare
…das der Ölbergblogger sein Heim weihnachtlich verschönern wollte. Und ein jederman ging in dieser Zeit los, um Tannenschmuck zu
Der Topf, der verdammte Topf. Ensetzt muss ich feststellen, wie sich mein Topf, bzw. dessen Applikationen in Wohlgefallen auflösen. Welcher Depp baut den Töppe die nicht in den Backofen können, bzw. dessen Plastik nicht hitzebeständig ist. Da war mal kurz Boeuf-Rettungsaktion angesagt und ein Ersatztopf mit Metallgriffen und Knöppen musste zum Umfüllen herhalten. Die saumäßige Qualität des ersten Topfes könnt ihr, genau wie die saumäßige Qualität meiner Handykamera, auf dem Bild bestaunen. Erstmal die gute Nachricht: Das Boeuf ist gerettet und hat sowas von gemundet. Gott sei Dank!






