À propos…

Samstag, 6. September 2008 | Autor:

…Skat. Warum ist es eigentlich so verdammt schwierig, drei Leute an einem Abend zusammenzubringen um ein wenig Skat zu kloppen? Ich meine, einfach so, Bierchen trinken, Karten spielen, fluchen, freuen und nachkarten. Aber so einfach ist das nicht. Jeder würde jetzt sofort zusagen – hey, Bierchen und so hört sich gut an – aber man braucht für einen Skatabend eben Skatspieler.

Zwei tun sich schnell zusammen: “Lass uns spielen. Super Idee, hab ich total Lust drauf. Aber wir brauchen noch einen dritten Mann/Frau.” Und da geht dann die Misere los:

  1. Da werden alle möglichen Freunde angerufen, zuerst die, von denen man weiß, die spielen Skat. Von denen kann aber natürlich nie einer, weil gerade die Wohnung abbrennt, die nächsten 23 Wochen noch brennen wird und sie den Rest des Lebens mit Aufräumen beschäftigt sein werden. 8-)
  2. Also werden die harten Fälle aus dem Telefonbuch herausgesucht, die Leute, bei denen man meint, dass sie denn Skat spielen könnten. Bei denen verhält es sich dann, wenn sie Skat spielen können wie unter 1. Wenn Sie kein Skat spielen können, dann würden sie aber trotzdem gerne mitkommen, schließlich könnte man ja auch so einfach mal ein Bier trinken gehen! HALLO ?!? XD
  3. Nach dieser Frustration wird dann der 2te Mann angerufen, in der Hoffnung, er hat etwas reißen können. Allerdings berichtet der dann auch von 1. und 2., so dass das Vorhaben schließlich auf Eis gelegt wird und man sich verabredet, einfach so ein Bier trinken zu gehen. Aber ohne die Leute aus 2. :evil:
  4. An diesem Abend hängt man dann vergangenen Spielen nach und trifft am Ende den Vorsatz, doch unbedingt mal wieder Skat spielen zu müssen. :-D

btw: Ich bin grad über den Skat-Artikel bei Wikipedia gestolpert. Da haben sich aber mal ein paar Leute richtig Arbeit gemacht. Respekt!

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Lulle reloaded.

Donnerstag, 31. Juli 2008 | Autor:

Jajaja, ich hab’s kommen sehen. Ich habe es heute gar nicht selber mitbekommen, sondern ein Freund hat mir heute Abend von der ganzen Malässe1 berichtet. Er ist seines Zeichens Gastwirt und hat heute morgen, kurz nach dem obligatorischen Aufwachen die freudige Botschaft im Radio vernommen: Das Bundesverfassungsgericht hat heute das Rauchverbot gekippt. Das ganze Rauchverbot? Nun ja, die “getränkegeprägte” Kleingastronomie ist mehr oder weniger, bis zu einer Neuregelung, davon ausgenommen. Was ist denn nun getränkegeprägte Kleingastronomie? oelbergblog.de klärt auf: Das sind Kneipen, die keine zubereiteten Speisen anbieten und einen Gastraum kleiner 75 m2 haben. Und diese Kneipen, so die Verfassungrichter, sind ja durch die bestehenden Gesetzgebung von existentiellen Nachteilen bedroht, so dass eben bis zu einer Neuregelung durch den Gesetzgeber, diese von dem bestehenden Gesetz mehr oder minder ausgenommen werden.

So weit, so gut. Nun fragt sich der geneigte Blogger, was ist denn mit Kneipen, welche 80 m2 Gastraum haben? Oder mit Gaststätten, die 78 m2 Gastraum haben und zubereitete Speisen anbieten. Inwiefern liegt denn nun eine Wettbewerbsverzerrung zugunsten den nun ausgenommenen Kleingastronomen vor? Klar, eine Großraumkettenkneipen kann locker eine getrennten Gastraum schaffen. Aber was ist mit dem Mittelbau. Die lecker Küche machen? Die eben keine Wand einziehen können?

Dieses Urteil ist sicherlich zum einen eine Ohrfeige für den Gesetzgeber – zeigt es doch die Folgen einer sich dem Lobbydruck beugenden Regierung. Wenn dieses Rumgehampel nicht gewesen wäre, sondern unsere Bundesregierung gehandelt hätte, anstatt zu eiern, dann wäre ihnen dieses erspart geblieben. Denn nach Einschätzung des law blog wäre eine absolutes Rauchverbot – wie ja in einigen europäischen Staaten schon lange umgesetzt – im Sinne der Verfassungrichter zulässig. Zum anderen ist dieses Urteil sicherlich nur der Beginn der nächsten Klagen, da ja nun eine andere Klientel der Gastwirte benachteiligt ist. Und ich finde sogar, diese Klagen würden zurecht eingereicht. Denn da ist sie nun – die schon vor einiger Zeit beschriebene Wettbewerbsverzerrung.

  1. http://www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/malaesse.html []

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Lulle.

Mittwoch, 2. Juli 2008 | Autor:

Tse, das saß ich gerade im Biergarten einer Schankwirtschaft, hatte mein Bierchen ausgetrunken und wollte bezahlen. Noch schnell ne Fluppe gedreht, angezündet, das Rauchwerk in den Mundwinkel befördert und ab an die Theke nach drinnen, Geld loswerden. Und als ich so auf die Theke zumarschiere, werde ich so gemustert, Leute schauen mich an und da fällt es mir ja wieder siedend heiß ein: Ab heute ist nix mehr mit blauem Dunst, dem geliebten, innerhalb von Schankwirtschaften.

Der ein oder andere mag das als Anlass nehmen aufzuhören, sich zu freuen oder sich über die Politik – nicht über das Verbot als solches, sondern die Art der Umsetzung dessen – zu ärgern. Das letztere zurecht, wie ich finde. Ich bin zwar Raucher und werde wohl auch erstmal nicht davon lassen, allerdings finde ich dieses Rumgeeiere unserer hiesigen Politiker zu diesem Thema mehr als fragwürdig und auch unglaubwürdig. Entweder ganz oder gar nicht. Ausnahmetatbestände braucht da keiner und die sind auch letztendlich in meiner Einschätzung die viel beschworene Wettbewerbsverzerrung, vor der alle Gastwirte Angst haben.

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