Bergisch eMedien

Dienstag, 22 Juli 2008, 16:46 | Autor:

Da stolpere ich gerade beim Surfen über die Nachricht, das Remscheid, Solingen und Wuppertal nun eben jenen Dienst gestartet haben. Was das ist? Nun ja, ich habe es jetzt noch nicht selber ausprobiert, da ich derzeit keinen Bibliotheksausweis (zu mindestens nicht für die Stadtbibliothek) besitze, aber es handelt sich hier um die Bereitstellung von diversen online abrufbaren Medien wie Zeitungen, Büchern und Musik. Schonmal ‘ne gute Sache, da ein wenig mit der Zeit zu gehen, wie ich finde. Eine ausführliche Beschreibung ist auch einsehbar, so dass eigentlich keine Fragen offen bleiben.

Einzig lustig und ein wenig über’s Ziel hinausgeschossen finde ich die inflationäre Verwendung von Anglizismen und lustigen Wortkombinationen. Erstmal wird das ganze als “Onleihe” :sick: bezeichnet – da hat sich aber ein Marketingstratege mal was Feines ausgedacht. Den Dienstnamen finde ich auch nicht so gelungen – aber da kann man noch ein Auge zudrücken. Und dann wird gaaannzz viel von e-Books und e-Paper gesprochen. Das wäre ja jetzt nur ein wenig peinlich, aber dann sind da noch e-Audios, e-Musik und e-Videos. xD Und da finde ich das dann wirklich schlimm, hat diese Wörter mal einer im Duden gesehen?! Also so als Wort des deutschen Sprachgebrauchs!? Ich nicht! Diese Wörter gibt es nicht und ich finde, eine Bibliothek sollte da schon drauf achten!

Naja, und übers Design kann man streiten, da wäre Arne und mir sicherlich was besseres eingefallen. Aber nun gut, man muss ja was zum meckern und nachbessern haben… :whistle:

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2 Kommentare

  1. 1

    Hallo in die Wuppertaler Nordstadt!
    Als ehemalige Ölbergbewohnerin, die jetzt in Solingen die Bibliothek betreibt, freue ich mich über den anregenden und frischen Kommentar. Zur Zeit sind die 3 bergischen Bibliotheken superschnell – ihre modernen Angebote liegen womöglich etwas vor dem üblichen Sprachgebrauch. Das Wort Onleihe ist so hübsch knapp und auf den Punkt gebracht, dass das Deutsche wieder mal 3 Sätze bräuchte, um zu beschreiben, was gemeint ist. Sicherlich klingt das manchmal etwas hölzern, aber das Wort “bloggen” kommt ja z.B. auch nicht ohne englische Anteile aus, die dann auch noch verkürzt werden. Nun ja, ich lade den Ölbergblogger von der Schreinerstraße herzlich ein, sich einen Bibliotheksausweis ausstellen zu lassen. Vorab kann man sogar eine Woche kostenlos schnuppern!

  1. [...] das war ein Schreibfehler. Der ölbergblog berichtet über “Bergische eMedien”, was Wuppertal, Remscheid und Solingen gemeinsam auf die Beine [...]

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