Kultur. Kleine.
Sonntag, 22 Juni 2008, 11:49 | Autor: -christian
Sicherlich. Ein großes Konzerthaus wäre interessant. Sowohl für die lokale Wirtschaft als auch für den Standort Wuppertal. Vielleicht. Große Namen, große Künstler oder solche, die es werden wollen. Aber nachdem ich den Artikel von Moehli gelesen habe, bin ich ein wenig ins Grübeln gekommen. Das hört sich alles gut an und sicherlich würden auch viele Wuppertaler “HIER” schreien. Aber ich denke, man sollte viel eher zuvor Energie und damit auch Geld in die “kleine” Kultur stecken. Es gibt in Wuppertal und Umgebung viele lokale Bands, private Institutionen und Veranstaltungsorte, die versuchen, ein vielfältiges Programm zu entfalten. Diese Anstrengungen sind es, die einen Standort interessant machen und auch weitere Künstler anziehen, hierher zu kommen und hier eben auch etwas zu machen. Ja, es sind nicht die großen Namen, aber es sind die Leute mit Herz, die allabendlich die Bewohner dieser und der umliegenden Städte dazu bringen, ihre Couch zu verlassen und durch ihren Besuch in der Szene etwas für die Szene zu tun. Einfach da sein, Kultur genießen und gleichzeitig schaffen. Das ist wichtig und sollte nicht vergessen werden. Eine Szene hat sich noch nie von “oben” gebildet, sondern ist immer das Ergebnis einer Bewegung, welche von unten kommt. Und wenn sich so etwas herumspricht, entfaltet es einen Sog, der immer mehr Leute auf diese Ecke und ihre Möglichkeiten aufmerksam macht.
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Ich denke, die Menschen müssen sowohl Kleinkunst wie auch große Konzerte besuchen können. Eine große Konzerthalle kann auch die umliegende Kultur und Gastronomie beleben. Dazu gehört auch Kleinkunst.
Doch egal was getan wird, es muß so gemacht werden das die Menschen es auch nutzen, sonst hat es keinen Sinn. Die “Comoedie” am Karlsplatz wurde offensichtlich nicht angenommen. und ist geschlossen.
Die kleine Kultur, die Du ansprichst, hat da auch Chancen. Gastronomie mit kleinen Bühnen rund um einer Konzerthalle könnte Chancen bieten.
In Sachen “Comödie am Karlsplatz” hat es für das Scheitern aber gewiss auch andere Gründe gegeben. Und Wuppertal ist mit Stadthalle, Rex-Theater und Uni-Halle auch gewiss gut aufgestellt. Aber wir brauchen auch keine riesige Arena für 20.000 Leute. Vielmehr fehlt es Wuppertal daran, die Leute aus den umliegenden Städten (und damit meine ich mal nicht nur Remscheid und Solingen) ins Tal zu ziehen. Wir Wuppertaler fahren immer in die Umgebung, wenn irgendwas ansteht. Machen das die anderen auch? Eher selten…