Wuppertal braucht Profil.

Sonntag, 01 Juni 2008, 23:10 | Autor:

Schreibt Markus im Wupperblog am gestrigen Tag. Und auch ich bin gestern über das im Artikel genannten Städteranking gestolpert. Das Wuppertal mehr Profi benötigt und mehr braucht, als den genannten Umbau des Döppersberg, ist sicherlich richtig. Aber ich bin einfach kein Freund dieser Rankings. Heutzutage wird einfach alles einem “Ranking” unterzogen und aufgrund von dem Leser nicht, oder nur sehr schwer zugänglichen, Kriterien von “Experten” eingestuft. Zitat:

Der Standortindex berücksichtigt die Standortfaktoren Bildung und Innovationsfähigkeit, Internationalität und Erreichbarkeit.1

Dies ist ein Kriterium des oben angeführten Rankingberichts. Dieses und zwei weitere bilden dann ein Punkteschema, welches dann als Grundlage für das Ranking herangezogen wird. Nur wie wird das bewertet? Wer bewertet das und welche Gewichtung haben die einzelnen Positionen? Wer bestimmt über die Gewichtung innerhalb der Kriterien?

Ich mag diese Dinger nicht und als Bürger dieser Stadt kann ich die Einordnung nicht teilen. Sicherlich ist hier einiges nicht optimal, sicherlich muss hier mehr Stadtmarketing betrieben werden und ein schlüssiges Konzept her. Aber diese Rankings, egal ob für die Uni oder direkt die ganze Stadt, halte ich persönlich für sehr zweifelhaft. Und ich hoffe sehr, dass die Leute, die sich hier in Wuppertal mit Stadtmarketing und Standortentwicklung beschäftigen, sich nicht zu lange die Wunden lecken und verwundert gucken, sondern viel lieber die o.a. Dinge vorantreiben.

  1. http://tinyurl.com/5o8fqm []

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Ein Kommentar

  1. 1
    Marcus 

    Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!

    Wie du schon treffend geschrieben hast, ist in Wuppertal vieles nicht optimal. Aber die Stadtherren und auch die Wuppertaler ansich sind eher konservativ eingestellt. Bloß nichts Neues! Wie groß war der Aufschrei, als die City-Arkaden gebaut werden sollten? Und wieviele nutzen sie heute?

    Während Dortmund den Strukturwandel bisher recht gut gemeistert hat und Düsseldorf dank eines unbequemen Oberbürgermeisters schuldenfrei ist, dümpelt man in Wuppertal von der einen Baustelle zur anderen und bekommt irgendwie keinen Stein auf den anderen.

    Man lässt sich in Sachen Döppersberg jahrelang vom Land vertrösten. Wieviel Nutzen der letzlich bringt – keine Ahnung. Sieht aber schön aus und so ein Prestigeobjekt macht sich doch auch gut. Gleiches Spiel mit der L 418. Stolz wie Oskar vermeldete einer der Wuppertaler Landtagsabgeordneten, dass das Verkehrsministerium die Strecke zwischen Burgholztunnel und Autobahn 1 in den kommenden Jahren mit Millionen vorantreibt. Wird aber auch langsam mal Zeit. Wir sehen ja tagtäglich, was da oben so alles los ist.

    Aber da wird so ein “Ranking” mit anderen auch nichts auswirken. Wieso auch? Viele Wuppertaler sind mit ihrer Oase doch zufrieden, in der nichts neues passiert. Und die Ratsherren juckt das auch kaum. Denn: Glaube keiner Statistik…

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